Wichtiger Schritt zur Stärkung der Sicherheit der Zahlungen im Internet : ab heute ist bei Kartenzahlungen im E-Commerce-Bereich starke Kundenauthentifizierung erforderlich

Seit heute, 15. März 2021, ist auch bei Kartenzahlungen im E-Commerce-Bereich eine starke Kundenauthentifizierung („2-Faktor-Authentifizierung“) gesetzlich erforderlich. Die von der Aufsicht für diesen Bereich zur besseren Vorbereitung gewährte Verlängerung der Frist zur Einführung ist abgelaufen. Beim Online-Zugriff auf ein Zahlungskonto, bei elektronischen Überweisungen oder bei Point of Sale-Zahlungen ist diese bereits seit 14. September 2019 europaweit anzuwenden. Nunmehr ist bei Zahlungen im E-Commerce- Bereich (mittels Kredit- oder Debitkarte) eine starke Kundenauthentifizierung verpflichtend durchzuführen, falls keine gesetzliche Ausnahme anwendbar ist.

Die starke Kundenauthentifizierung soll dazu beitragen, Betrugsfälle im Zahlungsverkehr möglichst zu verhindern. Sie bedeutet, dass die Identität einer zahlenden Person mindestens anhand zweier Faktoren von insgesamt drei zu überprüfen ist. Diese sind :

  • Wissen – etwas, das nur die zahlende Person weiß, wie zum Beispiel ein Passwort
  • Besitz – etwas, das nur die zahlende Person hat, wie zum Beispiel eine Karte, die mittels Kartenlesegerät eingelesen wird, oder ein Handy, auf dem ein TAN-Code empfangen wird
  • Inhärenz – etwas, das nur die zahlende Person ist, wie zum Beispiel ein Fingerabdruck oder Gesichtsscan

Die starke Kundenauthentifizierung ist in der Richtlinie über Zahlungsdienste (Payment Service Directive II, PSD II) geregelt, welche am 13. Jänner 2016 in Kraft trat und mit 1. Juni 2018, durch das Zahlungsdienstegesetz 2018 (ZaDiG 2018), in nationales Recht – mit Übergangsfristen – umgesetzt wurde. Ursprünglich hatten Unternehmen bis 14. September 2019 Zeit, auf starke Kundenauthentifizierung umzustellen.

Weitere Informationen zur starken Kundenauthentifizierung erhalten Sie unter dem folgenden Link: https://www.fma.gv.at/fma-aktuell/starke-kundenauthentifizierung/

Rückfragehinweis für Journalisten: Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)

+43 / (0)1 / 24959-6006 oder +43/ (0) 676 / 88 249 516

 

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